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  Aktuelles rund um Gesundheit:

27.05.2005: Das Verträglichkeitsproblem

von DR. MAX OTTO BRUKER (1909-2001)

Schon zu Beginn dieses Jahrhunderts hat der Schweizer Arzt Bircher-Benner auf die Frischkost als Heilkost hingewiesen. Es wunderte mich, dass diese souveräne Heilbehandlung nicht weltweit anerkannt wurde.

Bei der Suche nach Gründen stieß ich auf das Verträglichkeitsproblem.
Beim Übergang von Grau- und Weißbrot auf Vollkornbrote und Vollkornprodukte und bei der Verabreichung eines Zusatzes von Frischkost traten bei manchen Patienten Beschwerden auf in Form von Bauchschmerzen, Unpäßlichkeit, Völlegefühl, Blähungen, Aufstoßen.

Bei gründlicher Beobachtung zeigte sich, dass es nicht die Vollkornprodukte und die Frischkost waren, die diese Beschwerden hervorriefen, sondern die Zusammensetzung der übrigen Nahrung. Im einzelnen zeigte sich, dass es in erster Linie mit Fabrikzucker gesüßte Speisen waren, die bei gleichzeitiger Verabreichung von Vollkornprodukten und Frischkost Beschwerden hervorriefen. Wie in einem Experiment ließ sich mit mathematischer Genauigkeit nachweisen, dass die Beschwerden jedes Mal auftraten, wenn irgendwelche Fabrikzuckerarten verabreicht wurden und dass sie ebenso prompt verschwanden, wenn der Zucker weggelassen wurde. Dieses Experiment ließ und läßt sich beliebig oft wiederholen. Damit war eine große entscheidende, grundsätzliche Entdeckung gemacht.

Bei weiteren detaillierten Forschungen zeigte sich, dass gekochtes Obst, Säfte, aber auch Trockenfrüchte und Honig beim Leber-, Galle-, Magen-, Darmempfindlichen ähnliche Wirkungen hervorrufen können wie der Fabrikzucker.

Die Verbreitung einer vitalstoffreichen Vollwertkost ist so lange behindert, als sich nicht die Erkenntnis verbreitet, dass vor allem der gleichzeitige Verzehr von Fabrikzuckerarten die Verträglichkeit dieser Kostform in Frage stellt. Dabei können auch kleinste Mengen beim Empfindlichen als „Störenfried“ wirken.

Mögliche Störenfriede:
Gewöhnlicher Haushaltszucker (Rohrzucker), Traubenzucker, Fruchtzucker, Milchzucker, Malzzucker, sogenannter Vollrohrzucker, Ur-Süße, Ur-Zucker, Sucanat, Rapadura, Rübensirup, Ahornsirup, Apfeldicksaft, Birnendicksaft, Agavendicksaft, Melasse, Maltodextrin, Frutilose, Gerstenmalz u.a.m.
Gekochtes und eingemachtes Obst, Säfte (gleichgültig ob gekauft oder selbst hergestellt), Trockenfrüchte, Honig, Bohnenkaffee, schwarzer Tee, grüner Tee, Getreidekaffee.

Weitere Informationen:
Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB
Lahnstein/Rhein
www.ggb-lahnstein.de
info@ggb-lahnstein.de


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