| Interview mit der Gesundheitsberaterin GGB Brigitte Grabau | | |

Welchen Beruf hatten Sie ursprünglich?
Ich habe ursprünglich Einzelhandelskauffrau gelernt und habe zum Schluss als Reiseverkehrskauffrau gearbeitet.
Wann und warum kam Ihnen die Idee zur GGB-Ausbildung?
Wie bei vielen war bei mir und meiner Familie ein Leidensdruck vorhanden.
Mein Mann mit Rheuma, die Tochter mit Neurodermitis, der Sohn hyperaktiv und ich mit Pollenallergie. Während eines Urlaubs ( Sept. 1993 ) traf ich dann Antje Jürgensen eine Gesundheitsberaterin aus Kiel. Sie erzählte mir von Bruker und der GGB und wie die Ernährung ihr geholfen hat. Daraufhin habe ich das Buch „ Unsere Nahrung - unser Schicksal“ gelesen und mich zur Ausbildung angemeldet, die ich im Dez. 1996 abschloss.
Wie fing alles an? Zuerst Kurse? Zuerst Vorträge oder Einzelberatung?
Zeitgleich mit meiner Ausbildung fingen wir an, ein Zimmer in unserem Haus als Fremdenzimmer mit Vollwertfrühstück zu vermieten.
Dann hatte mein Mann eine geniale Idee:
Wir bauen unser Wohnzimmer zur Küche um. Die Küche ist zu klein, und so ein großes Wohnzimmer brauchen wir gar nicht“. Gesagt getan und die Idee in die Tat umgesetzt.
Also konnte ich bald nach der Ausbildung Kurse in eigener Lehrküche anbieten und hatte noch ein Fremdenzimmer.
Vorträge und Einzelberatung kamen also später.
Was hat sich allmählich bis heute aus Ihrer Idee entwickelt?
Die Ernährungsumstellung hat meiner Familie und mir geholfen. Diese gute Erfahrung weiterzugeben hat sich für mich voll erfüllt.
Erfüllt hat sich auch, Anerkennung zu finden. Über die Jahre habe ich mir durch konsequentes Vorleben einen guten Ruf als Ernährungsexpertin in Theorie und Praxis erworben.
Das ist schon ein gutes Gefühl, wenn Leute, die einen früher belächelt haben, jetzt um Rat fragen.
Mittwochs ist dies oft der Fall. Das ist mein Brotbacktag, an dem die Nachbarn sich ihr Brot abholen. Die Kinder freuen sich schon die ganze Woche darauf, denn sie bekommen immer ein frisches Brot mit Honig. Bei dieser Gelegenheit werden oft Ernährungs- und Erziehungsfragen ausgetauscht.
Sogar als Lehrerin bin ich jetzt tätig. In einer Schule, die Altenpfleger ausbildet, erteile ich das Fach Ernährungslehre.
Erfüllt hat sich auch, dass man mit der Tätigkeit als Gesundheitsberaterin Geld verdienen kann. Der Spruch von Helmut Wallig „Was nichts kostet, ist auch nichts wert“ ist mir immer noch im Ohr. Da muss man natürlich etwas abwägen, aber das kommt mit der Zeit.
Was macht Ihnen am meisten Spaß?
Eigentlich macht mir alles Spaß, was ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Gesundheitsberaterin GGB mache.
Besonders viel Spaß macht es natürlich, wenn ich merke, dass der Brukervirus überspringt.
Dieses Infizieren fällt mir in meiner eigenen Lehrküche besonders leicht.
Hier kann ich Gastgeber sein und meinen Teilnehmern einen schönen Abend bereiten.
Denn ich finde, in einem Kurs geht es nicht nur um Theorie, Kochen und Backen, sondern auch um Stimmung und Atmosphäre.
Wenn die Teilnehmer dann sagen, dass es ihnen Spaß gemacht hat und sie sich wohl gefühlt haben, bin ich zufrieden.
Großen Spaß macht es mir auch, meine Gäste, die in unseren Haus übernachten, zu verwöhnen.
Oft wird eine Beratung am Frühstückstisch gemacht und die Gäste reisen erfüllt wieder ab.
Wenn dann ein Anruf aus weiter Ferne kommt und sie berichten, wie gut es ihnen geht, ist das schon ein schöner Erfolg.



Brigitte Grabau
Gesundheitsberaterin (GGB)
Hohenstaufenstr. 8
23564 Lübeck
Tel.: 0451 / 621160 
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